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Diese auf den ersten Blick unwahrscheinliche Darstellung können die Besucher des Hochfellngipfels anhand des neu gestalteten Gipfelrundwegs
nachvollziehen. Auf 22 Tafeln werden die wichtigsten Informationen zur Entstehung des Hochfelln leichtverständlich “rübergebracht”. Neben den grundsätzlichen Darstellungen zur Alpenentstehung kommen auch die
“ganz normalen” Phänomene am Berg nicht zu kurz. So erfährt man hier einfach warum manche Gesteine am Wegesrand so brüchig sind. Besonders faszinierend ist die Tatsache, dass der kleine Gipfel direkt am
Hochfellnhaus aus Korallen- und Muschelkalk besteht. Hier zeigt sich ganz deutlich, wie unvorstellbar die Kräfte der Gebirgsbildung sind, die es schaffen, ehemaligen Meeresboden mitsamt allen darin eingeschlossenen Resten
heute ausgestorbener Tiere über viele hundert Kilometer aus dem Süden heranzuschieben und auf Bergeshöhen zu heben. Besonders schöne Korallenexemplare sind im Hochfellnhaus ausgestellt.
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Natürlich bietet der Gipfelrundweg auch Wissenswertes über die reiche Pflanzenwelt des Hochfelln. Besonders interessant ist zum Beispiel, dass
der Hochfellngipfel während der Eiszeit nicht unter dem Eis des Chiemseegletschers begraben lag, sondern als steinerne Insel im Eis den Eiszeitpflanzen als Lebensraum diente. Noch heute wachsen und blühen Vertreter dieser
Lebensraumspezialisten auf dem Hochfelln. Für den Bergwanderer wie für den Seilbahntouristen bietet der Hochfelln somit nicht nur das Naturerlebnis, sondern gleichzeitig ein Stück Naturerkenntnis, die es möglich macht, dem
Berg eine neue Dimension abzugewinnen. Für den Heimatkundeuntericht an Schulen bietet sich der Hochfelln damit ebenfalls als neue Informationsquelle an. Dr. R. Darga, Diplomgeologe
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